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Dr. Netzer erklärt die Funktionsweise der Venen

Gefäßchirurgen
in München auf jameda

Sklerotherapie, Venenverödung, schonende Mikro-Schaum Anwendung, München

Verödung oder in der medizinischen Fachsprache ausgedrückt, „Sklerosierung“ von Venen ist eine sehr alte Technik. Dabei werden Stoffe, welche die Venenwand reizen und bewusst schädigen sollen, in das Gefäß gespritzt. Dadurch kommt es zum Verschluss desselben, entweder über den Umweg einer lokalen Blutgerinnung („Thrombusbildung“), oder direkt über ein „Verkleben“ der Gefäßwände, dies insbesondere bei dünnkalibrigen Gefäßen.
Seit einigen Jahren wird der Verschluss von Venen nicht mehr nur durch die Injektion flüssiger Verödungsmittel praktiziert, sondern zunehmend durch die Verwendung von Schaum oder „Mikroschaum“: Dabei wird das alkoholische Verödungsmittel durch eine spezielle, sehr einfache Technik, zwischen zwei Injektionsspritzen so lange hin und her gespritzt, bis sich ein sehr feiner („Mikroschaum“) und einige Minuten lang stabiler, Schaum gebildet hat.

Anstelle der Injektion von flüssigem Verödungsmittel, wird nun der Schaum in die zu behandelnde Vene injiziert.

Die Mikro-Schaum-Anwenung hat mehrere Vorteile:

der Verödungsschaum oder Mikroschaum hat eine deutlich stärkere Wirkung als das, ihm zugrunde liegende, ursprünglich flüssige Verödungsmittel

  • der Schaum verbleibt meist mehrere Minuten im behandelten Gefäß, während das flüssige Verödungsmittel in der Regel sehr schnell abgeschwemmt wird: diese verstärkt wiederum die erwünschte schädigende Wirkung auf die Gefäßwand
  • der Verödungsschaum oder Mikroschaum breitet sich, durch eine ihm eigene Expansionstendenz, selbständig im Gefäßverlauf aus, in größere Gefäße injiziert kann die Verteilung von Mikroschaum auch im Ultraschall beobachtet werden.
  • Mit diesem Verfahren lassen sich sehr gut die Nebenäste größerer Venen verschließen, die beispielsweise nach einer Operation oder Radiowellenbehandlung noch offen sind.
  • Auch eignet sich die Anwendung der Mikroschaumverödung sehr gut zum primären Verschluss solcher Venen, ohne vorangegangene anderweitige Behandlung.

Nach der Therapie muss, wie auch nach der klassischen Venenverödung, für einige Tage ein medizinischer Kompressionsstrumpf getragen werden.

Nicht gut geeignet ist die Anwendung der Schaumverödung in diesen Situationen:

  • beabsichtigte Ausschaltung von sehr großen Venen oder Stammvenen (wie etwa der Vena saphena magna)
  • Verödung von sehr feinen Venen, wie Besenreisern

Begründung:

bei der Schaumverödung der großen Stammvenen kommt es häufig zu einem Abströmen des Mikroschaums in das tiefe Venensystem, wo er theoretisch auch eine gefährliche tiefe Bein- oder Beckenvenenthrombose auslösen könnte, außerdem bietet die Schaumverödung der großen Gefäße keinen wirklich sicheren Verschluss und es besteht bei den modernen und extrem schonenden Verfahren, wie dem Radiowellenverfahren, kein Grund mehr, diese Verfahren nicht auch bei sehr empfindlichen oder etwa alten Patienten und dann eben auch in örtlicher Betäubung anzuwenden: die Schaumverödung bietet hier also keinen medizinischen Vorteil, sondern ist unsicher im Ergebnis.
Der Verödungsschaum konnte in einer dynamischen Kernspintomographie binnen weniger Sekunden, sogar schon im Gehirnkreislauf nachgewiesen werden: deshalb verbieten sich die Injektionen so großer Mengen, wie man sie zur Schaumverödung von Stammvenen eigentlich gerne verwenden würde.
bei der Anwendung von Verödungsschaum („Mikroschaum“) in Besenreisern, kommt es – genau wie bei der konventionellen Venenverödung mit flüssigem Wirkstoff – sehr (!) häufig zur lang anhaltenden Bildung von hässlichen braunen Flecken auf der Haut. Hier ist eine Laserbehandlung, zum Beispiel mit einem speziellen Neodym-Yag-Laser-System (wie wir es verwenden) heute meist zu bevorzugen.

Zusammenfassung:

Wir verwenden den Mikroschaum oder Verödungsschaum seit Jahren als gern gesehene Ergänzung (!) zu den anderen, schonenden und wissenschaftlich gut dokumentierten Behandlungsverfahren, wie der Radiowellentherapie oder dem Venenlaser oder der endoskopischen Stammvenenbehandlung.
Oft kombinieren wir in ein und derselben Sitzung die Behandlung der Stammvenen mit Hilfe der Radiowelle mit einer Schaumverödung von Nebenvenen und der Laserbehandlung von Besenreisern und können so, sehr anspruchsvolle ästhetische Ergebnisse mit einer möglichst geringen Belastung der Patienten erreichen. Auch verwenden wir die Schaumverödung sehr gerne in der Nachbehandlung, um eventuell noch verbliebene Seitenastvenen zu verschließen, die für eine chirurgische Entfernung zu klein, aber für den Neodym-Yag-Laser zu groß sind.

Die Schaumverödung ersetzt aber – aus den oben genannten Gründen – in der derzeitigen Technik noch keinesfalls die Sanierung der Stammvenen auf chirurgischem Weg:

Insbesondere nicht, da es zum herkömmlichen (relativ groben) Stripping die schonende und effektive Alternative der Radiowellen-Therapie oder endoskopische Stammvenenbehandlung gibt.

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