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Dr. Netzer erklärt die Funktionsweise der Venen

Gefäßchirurgen
in München auf jameda

Besenreiser, Stammvenen und deren Behandlung

Besenreiser sind hässliche, lästige aber an sich völlig harmlose Gefäßerweiterungen, wie sie vornehmlich (aber nicht nur) bei Frauen auftreten. Bereits sehr junge und schlanke Frauen leiden oft unter dieser hässlichen Variante der Krampfadererkrankung.

Therapie:

Beim Vorliegen solcher Besenreiser ( auch immer wieder geschrieben als „Besenreisser“, „Besenreißer“) sollte man zunächst einmal die Ursache genau abklären, ob nicht schon eine der größeren Stammvenen erkrankt ist: manchmal liegt im Verborgenen schon eine Krampfader der Stammvenen vor, die äußerlich noch nicht sichtbar ist. Ist dies der Fall, muss die Behandlung dort – zum Beispiel mittels der Radiowellentherapie (siehe dort) – beginnen und erst dann macht eine Behandlung der Besenreiser („Besenreisser“, „Besenreißer“) Sinn.

Konventionelle Venenverödung

Früher wandte man zur Therapie vor allem die konventionelle Venenverödung an: dabei wird ein flüssiges, alkoholisches Verödungsmittel in die betroffene Vene (oder eben den Besenreiser) gespritzt. Dabei wird die Innenwand der Vene bewusst geschädigt und es kommt, meist über den Zwischenschritt einer lokalen minimalen Thrombose, zu einem Verschluss der Vene oder des Besenreisers.

Mikroschaum

Seit einigen Jahren verwendet man für Venenverödungen auch „Mikroschaum“ oder Verödungsschaum: dabei wird dasselbe alkoholische Verödungsmittel zu sehr feinem und stabilen Schaum geschlagen und dieser Schaum dann in die Vene oder den Besenreiser gespritzt (siehe bitte auch das Kapitel „Schaumverödung“!).

Die Methode ist zwar sehr effektiv, aber: durch jede Art von Verödungsmittel können sehr leicht lange bestehende braune Flecken auf der Haut entstehen, die manchmal störender sind, als die zuvor bestehenden Besenreiser („Besenreisser“, „Besenreißer“).
Wir setzen an unserem Institut die Mikroschaumverödung deshalb zur Therapie der Besenreiser nicht mehr ein, sonder benutzen ein hochmodernes, leistungsstarkes Lasersystem.

Die Laserbehandlung

Die Laserbehandlung der Besenreiser ist die effektivste Methode und erzielt sicher die ästhetisch besten Ergebnisse. Leider scheuen viele Institute die sehr hohen Anschaffungs- und Betriebskosten der neuen Lasersysteme, weshalb oft noch mit veralteten Methoden, wie der „Hochfrequenz-Elektrotherapie“ oder mit ungeeigneten, oft alten Lasergeräten behandelt wird.


Dr. Netzer bei der Entfernung von Besenreisern mit dem Neodym-Yag-Laser-System

Wir setzen zur Behandlung von Besenreisern ein Neodym-Yag-Lasersystem ein:
• dabei werden die Besenreiser mit energiereichen Lichtimpulsen in einer Wellenlänge kurzfristig (etwa 50 Millisekunden lang) so bestrahlt, dass das Laserlicht die Haut und die Pigmentschicht derselben schadlos passiert und in den dünnen Haut- und Unterhautgefäßen, also den Besenreisern, seine volle Wirkung entfaltet.
• Durch den Lichtimpuls wird das Blut in dem Besenreiser so erhitzt, dass das kleine Gefäß platzt. Es entsteht ein kleiner, lokaler Bluterguss von wenigen Millimetern Ausdehnung, den der Körper, zusammen mit den Resten des Besenreisers, innerhalb 8von 10 – 14 Tagen abbaut.

Im Gegensatz zur Verödungstherapie – auch der Schaumverödung oder Mikroschaumverödung – bleiben praktisch nie Pigmentverschiebungen zurück, das heißt: keine braunen oder hellen Flecken.

Ambulante Behandlung

Die Laserbehandlung der Besenreiser wird selbstverständlich ambulant ausgeführt und dauert pro Bein in der Regel etwa 10 – 15 Minuten.
Nach der Behandlung muss – ebenfalls im Gegensatz zur Schaumverödung oder Mikroschaumverödung – kein Kompressionsstrumpf getragen werden und die Patienten können noch am selben Tag wieder weiter arbeiten oder Sport treiben.

Zur vollständigen Beseitigung von Besenreisern sind oft mehrere dieser kleinen Sitzungen erforderlich, meist zwei bis drei.

In den Fällen, in denen wir unsere Patienten an Krampfadern operieren oder mit der Radiofrequenz-Therapie oder der Endoskopie behandeln, wenden wir den Laser zur gleichzeitigen Behandlung der Besenreiser in gleicher Sitzung, mit der OP zusammen an.

Eine lebenslange Befreiung von Besenreisern allerdings gibt es nicht: in der Regel treten die hässlichen kleinen Gefäße nach einigen Jahren (manchmal auch schon früher) wieder auf und müssen dann erneut behandelt werden.

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