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krampfadern video

Dr. Netzer erklärt die Funktionsweise der Venen

Gefäßchirurgen
in München auf jameda

Krampfadern

Krampfadern (medizinisch: Varizen), was ist das und wie entstehen sie?

Als Krampfadern oder Varizen bezeichnet man ausgeleierte Venen, meist der Beine.
Venen, also die Blutgefäße welche das Blut zum Herzen zurück transportieren, sind wesentlich dünnwandiger als die Arterien, oder „Schlagadern“, die das Blut in die Peripherie leiten.
Eine angeborene Wandschwäche der Venen, die meist mit einer leichten allgemeinen Bindegewebsschwäche verbunden ist, führt zur schnellen Ermüdung der dünnen Venenwände.

Gefördert wird dies durch verschiedene Faktoren wie

  • Übergewicht
  • Stehende oder sitzende Tätigkeit
  • Wenig körperliche Aktivität,

kann aber auch ohne diese Faktoren, also bei schlanken Sportlern auftreten – wenngleich nicht so häufig.

Sind Krampfadern medizinisch gesehen gefährlich?

In diesen krankhaft erweiterten Venen versackt Blut in der Peripherie und führt hier, durch mangelnden Austausch von verbrauchtem mit frischem Blut zur Anhäufung von Schlacken, Säuren und zur Sauerstoffarmut.
Dies kann zur Minderernährung von Haut und Unterhaut und damit zum offenen Bein („Ulcus“, „Ulkus“ oder „Ulcus cruris“) führen. Außerdem können in der stehenden Blutsäule der Varizen leicht Gerinnsel entstehen, sogenannte „Thromben“. Wird ein Gefäß durch einen solchen Gerinnselpfropf verstopft, spricht man von einer Thrombose. Wird ein solcher Pfropf auch noch losgerissen und erreicht über die Blutbahn dann (auf seinem natürlichen Weg) die Lunge, führt er zum Verschluss von Lungengefäßen.
Einen Vorgang den man Lungenembolie nennt und der eine sehr schwere, oft tödliche Komplikation bedeutet.

Auch können sich die oberflächlichen Venen, die mit einem Thrombus verschlossen sind entzünden (oberflächliche Venenentzündung oder „Thrombophlebitis“) und sogar vereitern: Hier können dann Eitererreger in die Blutbahn gelangen und schwerste Krankheitsbilder einer „Blutvergiftung“ oder „Sepsis“ auslösen.

Die Behandlung von Krampfadern

Krampfadern (Varizen) werden abhängig vom Stadium und der Ausprägung der Krankheit unterschiedlich behandelt.

Wir legen größten Wert auf eine „stadiengerechte“ und individuell angepasste Therapie, d.h. nicht pauschal immer gleich Entfernung der gesamten Venenstämme, wenn nur kleinere Abschnitte davon erkrankt sind. So ist gewährleistet, dass nur kranke Venen entfernt werden und gesunde Abschnitte beispielsweise noch für eventuelle Bypass-Operationen zur Verfügung stehen. Wir führen hier zu Ihrer Orientierung deshalb die unterschiedlichen Zustandsbilder und ihre jeweiligen Therapieoptionen auf.

Diagnostik von Krampfadern

Schon eine einfache orientierende Untersuchung durch Betastung und Ultraschall genügen uns, um eine ziemlich genaue Einschätzung der erforderlichen Therapie abgeben zu können. Vor einer größeren OP werden unsere Patienten aber stets der mithilfe einer „Duplex-Sonographie“ bei uns ganz genau untersucht: so kann der Facharzt ganz präzise feststellen, welche Venen in welcher Weise erkrankt sind und dann mit dem Patienten zusammen die hierfür individuell optimal geeignete Therapie mit den besten Erfolgsaussichten einerseits und der geringsten Belastung des Patienten andererseits zusammenstellen.

Die „Phlebographie“, eine Röntgenuntersuchung nach Injektion eines Kontratsmittels in die Venen, wird heute praktisch nicht mehr durchgeführt. Vom Ergebnis der angiologischen Untersuchung hängt dann das genaue weitere Vorgehen ab.

Operationsverfahren bei Krampfadern

hier sieht man ein Bein einen Tag nach einem konventionellen „Stripping“ und der Entfernung von Seitenästen mittels „Häkeln“: der zu sehende Bluterguss ist für das Verfahren noch relativ gering

„Stripping" 

venenfrei behandlung strippingDies ist das älteste Verfahren zur Behandlung der Stammvenenerkrankung und stammt aus dem Jahr 1907. Hier werden die Venestämme auf einen dicken Draht aufgefädelt und dann mit erheblicher Kraft aus dem Bein gezogen. Dabei reißen die Seitenäste und das umgebende Bindegewebe und die Lymphgefäße ein und es kommt zur Ausbildung ausgedehnter Blutergüsse. Nach der OP müssen deshalb für mindestens 6 Wochen kräftige Kompressionsstrümpfe getragen werden. Die Patienten sind meist 2 – 3 Wochen lang arbeitsunfähig. Das Verfahren ist das am weitesten verbreitete und wird meist in tiefer Narkose durchgeführt. Lokale Entfernung der Krampfadern ohne die Stammvenen: per Schnitt oder winzigem Stich (bei uns) werden diese Venen in örtlicher Betäubung ausgezogen (siehe auch oben)
Konventionelles Operations-Instrument, ein (aufgerollter) Stripping-Draht mit dem massiven Kopf, der durch das Bein gezogen wird und dem Handgriff, an dem der Chirurg die auf den Draht aufgezogene Vene herausreißt

„CHIVA-Verfahren"

Ebenfalls eine ältere Methode (aus Frankreich), bei der man das Ziel verfolgte, die Venenstämme möglichst zu erhalten und nur die erkrankten Zuflüsse zu unterbinden. Die Idee dabei war, dass sich dann die Venenstämme wieder erholen würden. Leider funktioniert diese Idee in der Praxis meist sehr schlecht und das Verfahren hat eine extrem hohe Rate an Nachoperationen, weshalb es in der wissenschaftlichen neutralen Betrachtung so schlecht abschneidet, dass es heute als nicht mehr empfehlenswert bei den Fachgesellschaften für Chirurgie gilt. Mit der Methode einher gehen außerdem wiederum zahlreiche Schnitte (und Narben) und eine lange Tragezeit der Kompressionsstrümpfe.
Laserverödung von der Gefäßinnenseite“: hierbei wird (Betäubung wie oben) der Venenstamm durch eine Lasersonde, welche wie beim Stripping in das Gefäßinnere der erkrankten Stammvene eingeführt wird, verödet. Seitenäste müssen wiederum durch kleine Schnitte/Stiche entfernt werden.

"Radiowellentherapie"

radiowellenbehandlungEbenfalls über einen Katheter vom Gefäßinneren aus, aber besser steuerbar und damit schonender als die Lasermethode, verschließen hier hochfrequente Ströme („Radiowellen“) unter Erzeugung genau steuerbarer Temperatur, die Gefäße. Die Methode ist besonders sicher und schonend und kann auch ambulant und in örtlicher Betäubung hervorragend so vorgenommen werden, dass die Patienten bereits am nächsten Tag weitgehend wieder ihr normales Leben führen können. Siehe bitte auch Laser- und Radiofrequenzwellentherapie

Endoskopische Stammvenenentfernung

hier wird die erkrankte Stammvene ganz sanft und schonend mittels eines Endoskops aus dem Bein entfernt, ohne Seitenäste oder andere Gefäße anzureissen, wie dies beim klassischen Stripping stets geschieht. So wird eine blutfreie Entnahme der erkrankten Vene gewährleistet und der Patient kann sofort wieder arbeiten und muss keinen Strumpf tragen.

Wir führen bei uns nur noch

  • das Radiowellenverfahren und
  • die endoskopische Stammvenenentfernung

durch.

Diese Verfahren haben sich so bewährt, dass wir auf die klassischen Strippingverfahren und das CHIVA-Verfahren komplett verzichten.

Nur so erreichen wir unsere hochgesteckten Ziele der

  • Narbenfreiheit
  • Sofortigen Arbeitsfähigkeit
  • Sofortigen Wiederaufnahme von Sport
  • Optimale ästhetische Ergebnisse
  • Optimale Ergebnisse aus medizinischer Sicht
  • Möglichkeit einen Kompressionsstrumpf gar nicht oder nur 24 – 72 Stunden tragen zu müssen
  • Auch im Hochsommer wie gewohnt behandeln zu können

Wir kombinieren diese Verfahren nötigenfalls noch mit der

wobei wir die Lasertherapie meist gleich mit der Radiowellentherapie oder dem endoskopischen verfahren in derselben Sitzung kombinieren. Die Mikroschaumbehandlung von Seitenästen empfehlen wir in der Regel erst nach einer dreimonatigen Wartezeit nach der Operation: viele Seitenäste verschwinden innerhalb dieser Frist nämlich völlig von alleine. Den Rest kann man dann sehr elegant und schonend veröden (was auch oft am Heimatort unserer Patienten erfolgen kann).

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