Privates Institut für Chirurgie München

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Dr. Netzer erklärt die Funktionsweise der Venen

Gefäßchirurgen
in München auf jameda

CHIVA Methode oder Stammvenen-Behandlung

Das CHIVA-Verfahren stammt aus Frankreich aus einer Zeit, als man zwar schon um die erheblichen Nebenwirkungen des konventionellen Strippings wusste, aber noch keine so schonenden Alternativen wie etwa die moderne Radiowellentherapie kannte.

Die CHIVA-Methode geht von der Idee aus, dass man die Stammvene erhalten sollte, jedoch von ihren erkrankten Zuflüssen befreien soll. Dies geht nur auf chirurgischem Wege mit einer Vielzahl von – oft großen – Schnitten über den Zuflüssen und ist daher ein Verfahren, das einerseits recht aufwendig ist und andererseits leider oft erhebliche Narben hinterlässt.

Hinzu kommt, dass das CHIVA-Verfahren, dadurch, dass die erkrankte Stammvene erhalten bleibt, ganz extrem zum neuerlichen Auftreten von Krampfadern („Rezidiven“) neigt: mehr als 70 % der operierten Patienten müssen innerhalb von nur 5 Jahren erneut mindestens einmal operiert werden. Weitere wissenschaftliche Erkenntnisse zum CHIVA-Verfahren fehlen in der Weltliteratur fast völlig, weshalb das Verfahren wissenschaftlich als ausgesprochen schlecht dokumentiert gilt.

Aus diesen Gründen wenden wir an unserem Institut heute das CHIVA-Verfahren nicht mehr an (was wir ehemals als spezialisierte Einrichtung durchaus taten), sondern verlassen uns auf wissenschaftlich gut dokumentierte, moderne, schonende „minimalinvasive“ Verfahren, wie die Radiowellenkatheter-Methode.
Hierbei wird – ohne Narben – ein feiner Katheter durch eine Punktion in die erkrankte Stammvene eingeführt und diese innerlich durch gezielte Temperaturerhöhung der Katheterspitze, punktgenau verschlossen.

Im Gegensatz zum CHIVA-Verfahren und dem konventionellen Venen-Stripping, die entsprechende Narben hinterlassen, müssen hier auch nicht 6 – 12 Wochen lang dicke medizinische Kompressionsstrümpfe getragen werden: die Tragezeit beträgt hier nur drei Tage, die Arbeitsfähigkeit tritt in der Regel schon am Tag nach der OP wieder ein.

Dieses Verfahren ist wissenschaftlich sehr genau in unabhängigen Studien untersucht worden (im Gegensatz zur CHIVA-Methode und dem Stripping übrigens) und ist so gut in seiner Wirksamkeit dokumentiert, dass es in den für uns Chirurgen bindenden „Leitlinien“ der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie die höchste Anerkennung mit dem „Evidenzgrad A“ bekommen hat. Das konventionelle Strippingverfahren, das – obgleich schon 1907 erfunden – wesentlich schlechter wissenschaftlich dokumentiert ist, hat dagegen nur Evidenzgrad „B“, das CHIVA-Verfahren wird als Außenseitermethode gar nicht erwähnt.

An unserem Institut werden jährlich zahlreiche Patienten nach modernen Gesichtspunkten schonend minimalinvasiv nachoperiert, die zuvor nach dem CHIVA-Verfahren andernorts vorbehandelt worden waren.

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